Gemidas® –
            Qualitätssicherung in der Geriatrie

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In den letzten Jahren ist die Qualität der Versorgung zu einem zentralen Element im Gesundheitssystem geworden. In der Geriatrie gab es bereits vor rund zehn Jahren Überlegungen dazu, auf welcher Basis verlässliche Aussagen hinsichtlich der Qualität und auch der Quantität der Behandlung geriatrischer Patienten getroffen werden können.

Ein Ergebnis dieser Überlegungen war die Schaffung einer zentralen Datenbank, in der in anonymisierter Form die wichtigsten Behandlungsdaten der Mitgliedseinrichtungen als Grundparameter erfasst werden. Auf diesem Wege werden die Leistungen und Ergebnisse in der geriatrischen Versorgung repräsentativ abgebildet und stehen somit für Analysen zur Verfügung.

Im Mittelpunkt stehen dabei die wichtigsten „Grunddaten“ und Merkmale der geriatrischen Patienten sowie die wichtigsten Parameter des Behandlungsverlaufs und des Behandlungsergebnisses. Diese werden für die teilnehmenden Einrichtungen näher analysiert und zudem im Sinne der Qualitätsförderung und –sicherung bundesweit klinikübergreifend verglichen. Dabei werden sowohl die Behandlungen im stationären Bereich, wie auch in der teilstationären Versorgung erfasst.

Bis zum Herbst 2006 wurde Gemidas im Auftrag des Bundesverbandes von der Forschungsgruppe Geriatrie der Charité betrieben und weiterentwickelt. Von den beteiligten Einrichtungen werden quartalsweise die Datensätze nach Berlin an die zentrale Datenbank Gemidas gesendet. Die Erfassung der Datensätze vor Ort kann entweder mit einem speziellen Erfassungsprogramm, Gemidas Pro genannt, oder direkt über das Krankenhausinformationssystem (KIS) erfolgen, sofern eine entsprechende Integration besteht.

Im Herbst 2006 wurde das Eingabemodul für die Zentraldatenbank durch die neue Software Gemidas Pro ersetzt. Dieses Modul wird in einem kontinuierlichen Prozess weiterentwickelt, wobei dieser Prozess unter direkter Einbindung des Ausschusses Qualitätssicherung I des Bundesverbandes erfolgt. So ist sichergestellt, dass sich das Gemidas-System immer parallel zu den Entwicklungen im Gesundheitssystem entwickeln kann, die Erfahrungen in den Geriatrien kontinuierlich in das System mit einfließen und vor allem der Praxisbezug nicht verloren geht.

Alle Teilnehmer erhalten jedes Jahr vier Quartalsauswertungen und eine Jahresübersicht. In diesen Auswertungen wird die eigene Entwicklung aufgezeigt und der Vergleich zu den anderen geriatrischen Einrichtungen gezogen. So werden Entwicklungen in der eigenen Einrichtung, aber auch innerhalb der Geriatrie deutlich.

Zwischenzeitlich ist die Datenbank auf weit über 250.000 Datensätze angewachsen. Die Zielsetzung aus der Anfangszeit von Gemidas ist auch heute noch aktuell. Dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass Themenbereiche wie Qualitätssicherung und Kontrolle der eigenen Leistungen einen immer breiteren Raum im Gesundheitswesen einnehmen.

Entsprechend der gesetzlich unterschiedlich ausgestalteten Versorgungsstruktur der geriatrischen Patienten in den einzelnen Bundesländern beteiligen sich sowohl Akutkliniken als auch Rehabilitationseinrichtungen an Gemidas, sodass die Datenanalysen die Situation in der gesamten Geriatrie widerspiegeln. Gemidas ist damit die größte geriatrische Fachdatenbank in Deutschland. In Bayern besteht eine ähnliche Datenbank, die Mitte der 90er-Jahre auf Grundlage des Gemidas Programmkerns mit öffentlichen Mitteln des Freistaats Bayern separat weiterentwickelt wurde.

Das gesamte Gemidas-System des Bundesverbandes wird ausschließlich durch die Mitgliedsbeiträge der Mitglieder und die geringen Nutzungsgebühren für Nichtmitglieder des Bundesverbandes finanziert. Das System ist somit seit seiner Einführung wirtschaftlich völlig unabhängig von staatlichen Zuschüssen oder Mitteln der Industrie.

Gemidas Pro steht allen geriatrischen Einrichtungen in Deutschland offen. Jede Geriatrie, die sich an der vergleichenden Qualitätssicherung beteiligen möchte, muss sich bei dem Bundesverband anmelden. Mittlerweile geht der Kreis der Gemidasnutzer über den Mitgliederkreis des Bundesverbandes hinaus. Weitere Informationen erhalten Sie über die Geschäftsstelle des Bundesverbandes.

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   
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